Seaglow Teilnahme an EU-Veranstaltungen zur Energiewende - Brüssel, Februar 2026
Am 16. und 17. Februar 2026 nahmen die Partner von Seaglow an zwei Veranstaltungen auf EU-Ebene in Brüssel teil, die sich mit der Energiewende in der Fischerei und im maritimen Sektor befassten. Das Projekt leistete einen Beitrag zum “CINEA Feedback to Policy Workshop” und der hochrangigen Konferenz “Navigating Change: Towards the Energy Transition in the EU” (Auf dem Weg zur Energiewende in der EU) bei. Dabei wurden praktische Erkenntnisse aus laufenden Pilotaktivitäten ausgetauscht und Diskussionen über die Entwicklung der Politik und den bevorstehenden Fahrplan für die Energiewende geführt.
Tag 1 - Stärkung des politischen Feedbacks durch die Erfahrung von Seaglow
Der erste Tag fand in den Räumlichkeiten von CINEA - der Europäischen Exekutivagentur für Klima, Infrastruktur und Umwelt - im Rahmen der “CINEA-Feedback zum Politik-Workshop: Energy Transition of the Fisheries Sector & Maritime Decarbonisation - A Cross-Programme and Policies Dialogue”.”
Ziel des Workshops war es, einen strukturierten Austausch zwischen Forschungs- und Innovationsprojekten und politischen Entscheidungsträgern in der EU zu schaffen, um sicherzustellen, dass die aus den Demonstrationsaktivitäten gewonnenen Erkenntnisse effektiv in künftige Regelungs- und Finanzierungsrahmen einfließen.
In diesem Zusammenhang spielte Seaglow eine aktive Rolle in der Dialogsitzung, die der Dekarbonisierung der Fischerei gewidmet war, neben anderen Horizon und EMFAF-finanzierten Initiativen wie HY2FISH, DecarbonyT, Power4Med, H2-Seas und REFEST.

Als Vertreter von Seaglow stellte Steffen Helledie (EU-Büro Norddänemark) den Projektansatz und die ersten Erfahrungen bei der Erprobung von Dekarbonisierungslösungen unter realen Betriebsbedingungen vor. In seinem Beitrag betonte er mehrere Schlüsselelemente, die für die Methodik von Seaglow von zentraler Bedeutung sind:
- Erprobung technologischer Lösungen direkt im Fischereibetrieb
- Enge Zusammenarbeit mit den Fischern, um Machbarkeit und Praktikabilität zu bewerten
- Identifizierung finanzieller und rechtlicher Hindernisse für die Umsetzung
- Sicherstellung, dass Innovationspfade für kleine Unternehmen wirtschaftlich tragfähig bleiben
Der Austausch machte deutlich, wie wichtig es ist, die Kluft zwischen der technologischen Entwicklung und den betrieblichen Gegebenheiten auf See zu überbrücken. Die Diskussionen befassten sich auch mit der Notwendigkeit kohärenter Unterstützungsmechanismen, Investitionssicherheit und klarer Vorschriften, um die Einführung alternativer Antriebssysteme und Energielösungen im Fischereisektor zu ermöglichen.
Unter der Moderation von Fernando Nieto Conde (CINEA - Horizon Europe Climate) wurde ein konstruktiver Dialog darüber geführt, wie die Projektergebnisse - auch die von Seaglow - direkt in die Entwicklung der EU-Politik und den bevorstehenden Fahrplan für die Energiewende einfließen können.
Für Seaglow stellte der Workshop eine wichtige Gelegenheit dar, Synergien mit anderen Projekten zu stärken, die Bemühungen über Finanzierungsprogramme hinweg abzustimmen und praktische, praxisbezogene Erkenntnisse für die politische Entscheidungsfindung auf EU-Ebene beizusteuern.
Tag 2 - Hochrangige Konferenz: Den Wandel navigieren
Am 17. Februar 2026 nahmen die Seaglow-Partner an der hochrangigen Konferenz “Den Wandel gestalten: Auf dem Weg zur Energiewende in der EU”, die politische Entscheidungsträger, Vertreter des Sektors, Forschungsorganisationen und Interessenvertreter der Branche zusammenbrachte, um die strategische Ausrichtung der Energiewende in der Fischerei und Aquakultur zu diskutieren.
Die Konferenz konzentrierte sich darauf, den bevorstehenden Fahrplan für die Energiewende voranzubringen und sicherzustellen, dass er sowohl die politischen Ambitionen als auch die operative Machbarkeit widerspiegelt.

Die Seaglow-Vertreterinnen Marta Cavallé und Gorka Gabiña Iribar trugen in ihrer Eigenschaft als Koordinatoren der Unterstützungsgruppe für kleine Küstenfischerei und Forschung und Wissenschaft der Energy Transition Partnership (ETP) zu den Podiumsdiskussionen bei. In ihrem Beitrag ging es um die Rolle der kleinen Fischerei und der Forschungsakteure bei der Unterstützung des Übergangsprozesses, wobei sie die Bedeutung der praktischen Umsetzung, der Einbeziehung der Interessengruppen und des Wissenstransfers hervorhoben.
Die Seaglow-Partner Asger Christiansen und Claudia Orlandini waren ebenfalls anwesend, um mit den Teilnehmern ins Gespräch zu kommen und die Zusammenarbeit mit Peer-Projekten und institutionellen Vertretern zu stärken.

Auf der Konferenz gab es hochrangige Beiträge, in denen die Ambitionen der EU für die Energiewende in der Fischerei und im maritimen Sektor dargelegt wurden. Die Beiträge wurden gehalten von Kostas Kadis, EU-Kommissar für Fischerei und Ozeane; Maria Panayiotou, Minister für Landwirtschaft, ländliche Entwicklung und Umwelt Zyperns, als Vertreter der EU-Ratspräsidentschaft, und Timmy Dooley, Staatsministerin im Ministerium für Landwirtschaft, Ernährung, Fischerei und Meeresangelegenheiten und im Ministerium für Klima, Energie und Umwelt Irlands, als Vertreterin der kommenden EU-Ratspräsidentschaft.
Darüber hinaus, Charlina Vitcheva, Generaldirektor der GD MARE, stellte die nächsten Schritte zum Fahrplan für die Energiewende vor und erläuterte den politischen Rahmen und die erwarteten Meilensteine.
In den Diskussionen wurde immer wieder betont, dass technologische Innovationen mit kohärenten rechtlichen Rahmenbedingungen, finanziellen Unterstützungsmechanismen und koordinierten Maßnahmen zwischen den Initiativen kombiniert werden müssen. Besonderes Augenmerk wurde darauf gelegt, dass der Fahrplan für die Energiewende in der betrieblichen Realität verankert bleibt und auf die Bedürfnisse der Fischereigemeinden eingeht.
Für Seaglow bot die Teilnahme an der hochrangigen Konferenz die Gelegenheit, einen Beitrag zu den Diskussionen auf EU-Ebene zu leisten, die den politischen und rechtlichen Rahmen für die Energiewende in diesem Sektor gestalten.
Bildnachweis @Seaglow
